Cuidado com o Natal

18 Nov

Minha amiga Vivi quer decorar a casa para o Natal pela primeira vez. Claro, agora ela tem uma filhinha linda de quase um ano. Cuidado amiga, isso pode desencadear uma loucura.

Comigo foi assim. No primeiro Natal com minha filha achei que era hora de começar a decoração natalina, afinal as crianças adoram. Ela não tinha nem três meses mas quem liga para isso?  Comprei uma árvore pequena, coloquei uns enfeites e pronto. No ano seguinte pensei que como ela já tinha mais de um ano, ela precisava de uma decoração maior. A árvore aumentou, os enfeites também. Ano seguinte compramos umas luzes e grudamos nas janelas.

Não somos católicos. Aqui você está ou não está na igreja, católica ou protestante, e paga imposto anual quando está. Mesmo não sendo católicos achamos interessante continuar com nossa decoração natalina quando mudamos para um apartamento com terraço. Então minha filha já tinha três anos e agora sim reconheceria a beleza de toda aquela decoração. A árvore aumentou mais ainda afinal os enfeites aumentaram. Então veio a idéia: esse terraço tão grande ficaria maravilhoso com algumas luzes. Claro! As luzes internas ainda não eram suficientes!

Primeiro foi um trenó puxado por renas. Então arrancamos o Papai Noel que estava pendurado em uma escada subindo por uma das janelas e o colocamos sentado no trenó. Lindo. Mas ninguém via o trenó porque, claro, moramos num terraço e só os apartamentos dos prédios mais altos conseguiam admirar nossa decoração. Então no ano seguinte grudamos umas luzes numa rede de proteção de um lado do apartamento. Luzes azuis. Mas faltava o outro lado. Compramos mais luzes e fizemos um “ninho” para o trenó com o Papai Noel.

Os mercados de Natal daqui e principialmente os da Alemanha são uma coisa de louco. E nós então começamos a enlouquecer. No ano seguinte meu marido ficou três horas pendurado no terraço para literalmente contornar o prédio todo com luzes. Os vizinhos adoraram. O incentivo fez com que, um ano depois, além das luzes azuis de um lado, o trenó com o Papai Noel do outro e o contorno do prédio, colocássemos uma cascata, sim uma cascata de luzes que descia pela fachada do prédio e ainda o perfil de renas e bonecos de neve na fachada.  A árvore de Natal só crescia e agora não era mais enfeitada só com bolas. Fadas, borboletas, estrelas,  sinos, pedras coloridas, bonequinhos de madeira, soldadinhos, bailarinas, ursinhos, veadinhos, sapatos e bolsas em miniatura e qualquer tralha fazia parte da decoração. Tinha vela acesa por toda parte. Presépio,  uns dois. Guirlanda, uma em cada porta.

O ápice da loucura foi quando vimos um boneco de neve inflável de seis metros de altura. Nos olhamos e desejamos aquele boneco mais que tudo. Não fosse o preço absurdo  e a certeza que o boneco ia murchar em pouquíssimo tempo, teríamos comprado. Mas como toda paixão, um dia essa também acabou. Graças a deus.

Ano retrasado já deu preguiça. Ele não aguentava mais ficar horas congelando no terraço para colocar as luzes. Eu já não tinha mais saco de decorar as árvores do jardinzinho, muito menos de ficar no alto de uma escada enganchando os fios das luzes internas nos trilhos das cortinas. A árvore de Natal começou a encolher.

Ano passado então, nem se fala. Mais de dois terços da decoração ficou no porão.  E outro dia foi um amigo que reparou na sala: “ mas essa luz não é de Natal?”. Era. Sobrou. Ninguém tinha mais saco para tirar.

Seid vorsichtig, Weihnachten steht bevor!

Meine Freundin Vivi möchte dieses Jahr zum ersten Mal ihr Zuhause weihnachtlich schmücken. Gut verständlich, sie hat eine herzige Tochter, die gerade mal ein Jahr alt ist. Doch ich warne Dich, dies könnte nur der Beginn einer verrückten Leidenschaft sein.

Mir ist es so ergangen. Bei der erste Weihnacht mit meiner Tochter dachte ich, es sei an der Zeit, mit einer kleinen weihnachtlichen Dekoration zu beginnen, schliesslich lieben das ja alle Kinder! Sie war nicht mal drei Monate alt, doch wen störte das? Ich habe einen kleinen Weihnachtsbaum gekauft, ihn etwas geschmückt und fertig. Im darauffolgenden Jahr dachte ich, da sie nun ja schon etwas mehr als ein Jahr alt war, dass sie einen etwas grösseren Baum verdiene. Der Baum wurde grösser, die Dekoration schöner. Das Jahr drauf kauften wir ein paar Lichter und befestigten sie an den Fenstern.

Wir sind keine Katholiken. Hier ist man in der Kirche oder man ist nicht in der Kirche, katholisch oder protestantisch. Ist man in der Kirche, so zahlt man jährlich eine Kirchensteuer. Obwohl wir nicht in der Kirche sind, wollten wir auch an unserem neuen Wohnort, einer Dachwohnung mit grosser Terrasse, die weihnachtliche Dekoration beibehalten. Die Tochter war inzwischen schon drei Jahre alt und würde die Schönheit einer solchen weihnachtlichen Dekoration sicher schätzen. Der Baum wurde noch etwas grösser und der Schmuck hatte da mitzuhalten. Nun kam dann schnell die Idee: Eine solch grosse Terrasse würde doch wunderbar erstrahlen mit etwas Licht. Aber sicher! Die Lichter in der Wohnung genügten nicht!

Als erstes kam ein leerer Schneeschlitten, gezogen von Rentieren. Dann haben wir einen Weihnachtsmann aus einer Strickleiter befreit (der Typ Weihnachtsmann, der aussen an der Wand hängt und über die Strickleiter in die obere Wohnung steigt) und in den leeren Schlitten gesetzt. Schön anzusehen. Nur sah das niemand, klar, wohnen wir doch zuoberst und nur die Häuser weiter oben am Hang konnten unsere Dekoration bestaunen. So haben wir dann im darauffolgenden Jahr eine Leuchtkette auf der hinteren Seite unserer Wohnung über die halbe Länge der Wohnung jeweils vom Dach bis hin zum Geländer gezogen. Blaue Lichter. Es fehlte noch die andere Seite. Wir haben noch mehr Lichter gekauft und um den Weihnachtsschlitten weitere Figuren angehäuft.

Der Markt für Weihnachtsprodukte besteht hier hauptsächlich aus Produkten aus Deutschland und grenzt an eine Spinnerei. Wir wurden auch langsam verrückt. Im nächst folgenden Jahr war mein Mann drei Stunden draussen auf der Terrasse, um die ganze Terrasse mit Lichtern zu schmücken. Die Nachbarn waren verzückt. Dies spornte uns zu weiterer Höchstleistung an. Im nächsten Jahr hatten wir nebst den blauen Lichter auf der einen Seite, der Lichterkette um die Terrasse und dem Schneeschlitten auf der anderen Seite zusätzlich noch vom Dach hängende Leuchtketten und dazwischen leuchtende Konturen von Rentieren sowie einen Schneemann und einen leuchtenden Tannenbaum. Der Weihnachtsbaum war noch grösser und hatte nun nicht mehr bloss Weihnachtskugeln. Feen, Schmetterlinge, Sterne, Glocken, bunte Steine, Holzfiguren, kleine Soldaten, Ballerinen, Bärchen, Rehe, kleine Schuhe, kleine Taschen und noch etliche andere Stücke waren nun Teil der Dekoration geworden. Leuchtende Kerzen dazu auf allen Seiten. Zwei Krippen hatten wir aufgestellt und an jeder Fenstertüre hing noch eine Girlande.

Der Höhepunkt aller Verrücktheit kam als wir einen aufblasbaren Schneemann von sechs Meter Höhe entdeckten. Wir haben ihn angesehen und wollten ihn unbedingt haben. Wäre da nicht dieser absurd hohe Preis gewesen und die Gewissheit, dass so ein Luftgebläse in kürzester Zeit Löcher hat und einknickt, wir hätten ihn bestimmt gekauft. Aber wie es so ist mit jeder Leidenschaft, eines Tages ist sie erloschen. Gott sei Dank.

Im vorletzten Jahr verspürten wir schon eine gewisse Trägheit. Mein Mann hatte keine Lust mehr, da draussen stundenlang in der Kälte zu frieren und die Lichter zu montieren. Ich hatte keinen Bock mehr die Bäume draussen zu schmücken und noch weniger hier drinnen auf einer Leiter die Lichterketten den Vorhangschienen entlang aufzuhängen. Der Weihnachtsbaum begann zu schrumpfen.

Vom vergangen Jahr muss ich gar nicht erst erzählen. Mehr als Zweidrittel der Dekoration blieb im Keller. Vor ein paar Tagen war ein Freund hier zu Besuch und fragte erstaunt: ” Ist dieser Leuchtstern hier nicht noch von der letzten Weihnacht?” Richtig, war er. Ist übrig geblieben. Niemand hatte mehr Lust ihn zu versorgen.

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